Ein Fachgebiet, viele Aufgaben

Rolle der Radiologie

Die Radiologie erfüllt für das Gesundheitswesen allgemein und vor allem für Sie als Patientin/Patient verschiedene notwendige und sinnvolle Funktionen.

Neutralität

Eine radiologisch-fachärztliche Praxis kommt üblicherweise nur auf Anforderung einer Überweisung ins Spiel (z. B. von der hausärztlichen Praxis, aus der Orthopädie oder der Inneren Medizin). Anders als die so genannten Teilradiolog:innen (andere Arztgruppen, die ebenfalls röntgen; beispielsweise aus dem Bereich Orthopädie) können sich Radiolog:innen die Patientinnen/Patienten nicht selbst zuweisen. Damit übernimmt diese Fachgrupp eine neutrale Lotsenfunktion im Gesundheitssystem.

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Fortschritt für die Diagnostik

Innovation

Durch die Weiterentwicklungen in der Medizin und der Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen steigt Ihre Chance auf ein langes Leben immer mehr. Einen wichtigen Anteil daran hat die Radiologie mit ihren Möglichkeiten, Krankheiten schon frühzeitig zu erkennen, die Ausdehnung richtig zu erfassen und den Patientinnen und Patienten schneller eine maßgeschneiderte Behandlung zu ermöglichen. Gleichzeitig hilft der Einsatz von Hochleistungsdiagnostik oft bei der Vermeidung so genannter explorativer Operationen – also von Operationen, die durchgeführt werden, um einen Überblick über die wirkliche Situation der Betroffenen und die Ausdehnung der Erkrankung zu erhalten. Die Radiolog:innen liefern also eine objektive Sicht und helfen so, richtige medizinische Entscheidungen zu treffen.

Qualität

Falls doch operiert werden muss, hilft die Radiologie bei der optimalen Planung der Operationsdurchführung und kann mithelfen, das Operationsrisiko für die Betroffenen deutlich zu senken oder gar Operationen zu vermeiden.
Beispiele dafür:

  • Herz-Kreislauf: Ersatz von Herzkatheteruntersuchungen durch eine schonende Untersuchung mit Hilfe von MRT oder CT.
  • Operationen: Optimierung der Operationsplanung, zum Beispiel bei komplizierten Brüchen, Operationen im Bauchbereich oder auch bei Operationen am Gehirn.
  • Bessere Bilddarstellung bei Diagnostik und Behandlung: 3-dimensionale Rekonstruktion eines (erkrankten) Organs oder Organgebietes auf Basis von MRT- oder CT-Untersuchungen oder auch die genaue Darstellung der Blutversorgung der Operationsregion oder die Identifikation von Tochtergeschwülsten (Metastasen) bei Tumorerkrankungen. 

Radiologie – die Qualitätsmanagerin
Die Radiologie hat einen wesentlichen Anteil an der Qualitätssicherung und -verbesserung durch Befund- bzw. Diagnoseüberprüfung (beispielsweise durch den Vergleich von Bildbefunden vor und nach einer Operation).

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Früher erkennen, besser handeln

Vorsorge

Die Radiologie ermöglicht einzigartige diagnostische, nicht invasive Vorsorgeuntersuchungen im Rahmen von individuellen Gesundheits-Check-Ups (z.B. Kalziumwertbestimmung in den Koronararterien als Zeichen für die Herzinfarktwahrscheinlichkeit, die virtuelle Koloskopie als Ersatz für die unangenehme Dickdarmspiegelung, Knochendichtemessungen bei Verdacht auf Osteoporose), Reihenuntersuchungen (beispielsweise Screening-Untersuchungen in der Brustkrebs- oder Lungenkrebsfrüherkennung = Mammografie- bzw. Lungenkrebs-Screening und sonstigen Vorsorgeuntersuchungen.

 

Sicherheit

Durch die Einbindung der Radiologie als Prozessbegleitung bei Nachsorge und Verlaufsuntersuchungen von Krankheiten – insbesondere im Bereich der Krebsbehandlung (z.B. Kontrolle nach Strahlentherapie und Chemotherapie, Kontrolle nach Operationen) – trägt die Radiologie dazu bei, mögliche therapeutische Fehlentscheidungen schneller zu korrigieren und eventuell auftretende Rezidive schneller zu erkennen und angemessen zu behandeln.

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Bilder und Befunde vernetzen

Datenmanager

Doppeltes Wissen: Durch ihre Kenntnisse rund um den Einsatz und die Möglichkeiten hochkomplexer Technik zum Patient:innenwohl schlagen Radiologinnen und Radiologen eine Brücke zwischen hochtechnischer Hightech-Medizin und klinischen Fachdisziplinen. Als Bild- und Befundmanager:innen können sie einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung von Bildverlusten und Doppeluntersuchungen durch digitale Bild- und Befundkommunikation zwischen Radiologie und Zuweisern leisten. Da schätzungsweise mehr als 80 Prozent aller medizinischen Patient:innendaten im Bereich der medizinischen Bildgebung anfallen, können sie ihre Expertise im Umgang mit großen Datenmengen beisteuern. Die Einbindung der Radiologie in die elektronische Patientenakte (ePA) spielt dabei eine ganz wichtige Rolle!

 

Radiologie – die Multitasking-Meisterin 

Radiologie kann also helfen, Krankheiten aufzuspüren, die sonst nicht, später oder nur unter großem Aufwand diagnostiziert worden wären. Sie kann Krankheitsverläufe begleiten und selbstverständlich auch Krankheiten ausschließen. Außerdem liefert die Radiologie die Grundlagen für eine effektivere, kostengünstigere und menschlichere Medizin und bietet ein breites Spektrum im Bereich der Prävention und Früherkennung in Form von Screenings und individueller radiologischer Gesundheitsvorsorge.

Wissenswertes auf einen Blick

Häufige Fragen und Antworten

In den letzten Jahren wurden uns über dieses Portal viele interessante Fragen gestellt. In unseren FAQ finden Sie die häufigsten Fragen und die Antworten unserer radiologischen Expertinnen und Experten.