Herz und Gefäße im Blick

Herz-Kreislauf-Check per MRT

Die MRT ermöglicht eine detaillierte Untersuchung von Herz und Blutgefäßen ohne Röntgenstrahlung. Sie kann dabei helfen, Veränderungen am Herzmuskel, Durchblutungsstörungen und Gefäßerkrankungen frühzeitig zu erkennen und genauer abzuklären. 

Mann bekommt von einem Arzt den Blutdruck gemessen
Gut informiert

Zahlen & Fakten: Herz-Kreislauf-und Gefäß-Erkrankungen

RKI-Statistik 2026: Rund 40 Prozent aller Sterbefälle gehen auf das Konto von Herz-Kreislauf-Erkrankungen – der Todesursache Nummer eins in Deutschland! Vor allem kardio-metabolische Erkrankungen wie Bluthochdruck (Hypertonie), Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen und deutliches Übergewicht (Adipositas) zählen dabei zu den beeinflussbaren Risikofaktoren für eine koronare Herzerkrankung (KHK), Herzinfarkt und Schlaganfall. Eine frühzeitige radiologische Risikoeinschätzung ermöglicht es, mit entsprechenden Verhaltensänderungen und ärztlichen Therapien rechtzeitig gegenzusteuern.

 

 

Kurz & knapp: Herz- und Gefäß-Check per MRT 

Herz-MRT
Eine Herz-Untersuchung mittels einer Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht eine umfassende Untersuchung des schlagenden Herzens ohne Röntgenstrahlung. Damit lassen sich unter anderem Herzmuskelentzündungen, Durchblutungsstörungen, Narben und Herzmuskelerkrankungen erkennen sowie die Pumpfunktion des Herzens beurteilen.

3D-Angiographie
Eine 3D-MRT-Angiographie – auch 3D-MR-Angiographie genannt – liefert dreidimensionale Darstellungen von Blutgefäßen, beispielsweise von der Halsschlagader (Arteria carotis), der Hauptschlagader (Aorta) oder der Hirn- und Nierenarterien. Krankhafte Ablagerungen (Arteriosklerose) in diesen Blutgefäßen können zu schweren gesundheitlichen Auswirkungen führen; beispielsweise zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und einer eingeschränkten Nierenfunktion bis hin zur Dialysepflicht.

Diese Untersuchungsmethoden besitzen hierzulande seit Anfang der 2000er-Jahre in der modernen Herz- und Gefäßdiagnostik einen festen Stellenwert. 

Für wen ist die Untersuchung sinnvoll?

Zielgruppe

Ein Herz- und Gefäß-Check per MRT eignet sich insbesondere für Menschen der rechts aufgeführten Kategorien.

Diese Untersuchungen gehören bei gesetzlich Versicherten nicht ins Standard-Leistungsangebot, private Krankenkassen übernehmen jedoch in der Regel die Kosten dafür.
Bei einer medizinischen Begründung/einem Krankheitsverdacht ermöglicht die gesetzliche Krankenversicherung jedoch bei einer entsprechenden Überweisung oft die Kostenübernahme – fragen Sie dazu gezielt vorher bei Ihrer Krankenkasse und Ihrem behandelnden Ärzteteam nach!

 

Herzkrankheiten in der Familie

Sind mehrere nahe Verwandte an Brustkrebs erkrankt, kann eine ergänzende MRT-Untersuchung empfohlen werden. 

Erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko

Nach einer Brustkrebserkrankung kann die MRT in bestimmten Fällen zur Kontrolle und Früherkennung weiterer Veränderungen eingesetzt werden. 

Unklare Herzbeschwerden

Bei sehr dichtem Brustgewebe kann die MRT in bestimmten Fällen zusätzliche Informationen liefern, wenn andere Verfahren an ihre Grenzen stoßen. 

Weitere Abklärung auffälliger Vorbefunde (z.B. im EKG)

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Kurzbeschreibung der Untersuchung

Für eine Herz-Untersuchung oder 3D-Angiographie per MRT erhalten Sie in der Regel ein gut verträgliches Kontrastmittel. Bei einer Herz-MRT kommt nach einer gewissen Untersuchungszeit zusätzlich noch ein Medikament hinzu, das das Herz künstlich in eine Stresssituation versetzt und so eine Beurteilung der Herzfunktion unter Belastung ermöglicht.
Eine Herz-MRT dauert zwischen 30 und 45 Minuten, eine 3D-MR-Angiographie je nach zu untersuchenden Gefäßen zwischen 15 und 30 Minuten.

Vorbereitung auf die Untersuchung 

Je nach Fragestellung und Untersuchung müssen Sie möglicherweise nüchtern zu der Untersuchung erscheinen und eventuell einige Medikamente vorher absetzen. Die Details dazu erfahren Sie vorab in der radiologischen oder kardiologischen Praxis. 

Ältere Frau liegt auf dem Rücken und wird in ein MRT geschoben
Aussagekraft der Untersuchung

Anwendbarkeit und Grenzen der Untersuchung

Mit einer Herz-Untersuchung mittels Herz-MRT kann das Untersuchungsteam die Herzfunktion, den Herzmuskel und die Durchblutung des Herzens unter Belastung beurteilen.

Dieses radiologische Verfahren zeigt sich besonders hilfreich bei unklaren Herzbeschwerden, Verdacht auf Herzmuskelentzündung oder zur Abklärung bestimmter Herzmuskelerkrankungen.

Bei bestimmten Implantaten, ausgeprägter Platzangst (Klaustrophobie) oder eingeschränkter Nierenfunktion kommt eine Herz-MRT mitunter nicht oder nur unter bestimmten Bedingungen in Frage.

Was spricht für einen Herz- und Gefäß-Check per MRT? 

Ob Herz- oder Gefäß-Check: Die Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht eine strahlenfreie und zuverlässige Diagnostik bei zahlreichen medizinischen Fragestellungen; vor allem hinsichtlich der Beurteilung von Herzfunktion, -durchblutung und von großen Gefäßen oder bei Verdacht auf eine Herzmuskelschwäche oder strukturelle Herzerkrankungen. Das Verfahren bietet damit eine schonende Alternative zu Untersuchungen per Herz-Katheter oder klassischen minimal-invasiven Gefäßdarstellungen. Die im Jahr 2012 veröffentlichte CE-MARK2-Studie belegte beispielsweise eine hohe diagnostische Genauigkeit von Herz-Untersuchungen per MRT, um eine koronare Herzkrankheit (KHK) nachzuweisen¹ ². Auch die 3D-MR-Angiographie bietet zahlreichen Studien zufolge eine exzellente diagnostische Genauigkeit und damit eine hervorragende Alternative zu minimal-invasiven Katheter-Untersuchungen³ ⁴.

Wissenswertes auf einen Blick

Häufige Fragen und Antworten

In den letzten Jahren wurden uns über dieses Portal viele interessante Fragen gestellt. In unseren FAQ finden Sie die häufigsten Fragen und die Antworten unserer radiologischen Expertinnen und Experten.

Wissen zum Mitnehmen

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