Deutsche Radiologie in Zahlen
Wie viele Radiolog:innen gibt es in Deutschland? Wie viele CT- und MRT-Geräte sind im Einsatz? Zahlen und Fakten geben einen Einblick in die radiologische Versorgung in Deutschland – von Praxen und Kliniken bis hin zu Untersuchungszahlen und Strahlenexposition.
Wer in der Radiologie arbeitet
Für Zahlen- und Statistikfreunde: Stand Ende 2024 arbeiteten in Deutschland laut Bundesärztekammer insgesamt knapp 450.000 Ärztinnen und Ärzte; mehr als 10.000 davon mit fachärztlicher Expertise im Bereich der Radiologie. Rund jeweils ungefähr zur Hälfte verteilten sich diese radiologischen Fachärzt:innen auf niedergelassene/ambulante Praxen (4.681) und Krankenhäuser/Kliniken (4.854); die anderen arbeiten beispielsweise in Behörden (unter anderem in Gesundheitsämtern).
Der überwiegende Teil hierzulande tätiger Radiologinnen und Radiologen arbeitet in einem Angestelltenverhältnis. Bundesweit etwas mehr als 150 Radiolog:innen besitzen aktuell hierzulande eine Weiterbildung/Zusatzbezeichnung im Bereich Kinder- und Jugendradiologie. Über eine entsprechende Expertise für Strahlentherapie verfügen knapp 1.700 Radiolog:innen
Krankenhausradiologie
Von den im Jahr 2024 etwas mehr als 1.800 Krankenhäusern in Deutschland¹ verfügten gut 330 Einrichtungen über eine eigene angeschlossene Klinik für Radiologie² für die diagnostische und interventionelle Radiologie; teilweise inklusive Nuklearmedizin oder Spezialabteilungen wie beispielsweise die Kinder-Radiologie. In nahezu allen Akut-Krankenhäusern befindet sich eine radiologische Fachabteilung zur Diagnostik oder aber es besteht eine Kooperation mit einer niedergelassenen radiologischen Praxis oder aber einem medizinischen Versorgungszentrum (MVZ). Insgesamt gibt es aktuell rund 1.600 installierte CT- und 1.100 MRT-Geräte im Klinikbereich.
Die Verzahnung zwischen ambulantem und stationärem Sektor nahm in den vergangenen Jahren zu, auch weil insbesondere Privat-Krankenhäuser vermehrt Arztsitze kauften und in eigene MVZ überführten. So bestehen diverse Kooperationen zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen radiologischen Praxen und MVZ. Die Kooperationsmöglichkeiten reichen dabei von der teleradiologischen Betreuung über den Praxisstandort am Krankenhaus oder die Großgerätekooperation (Co-Sourcing) bis hin zur eigenen Praxis in den Krankenhausräumen mit vollständiger Übernahme der Abteilung (Outsourcing).
Knapp 4.800 Radiologinnen und Radiologen arbeiteten im Jahr 2023 im klinischen Bereich³.
Quellen:
1 Statista (2026)
2 Klinikradar (2026)
3 Gesundheitsmarkt (2024)
Radiologie im niedergelassenen Bereich
Stand Herbst 2024 arbeiteten rund 4.700 Ärztinnen und Ärzte hierzulande im ambulanten radiologischen Bereich. Dabei zeigen sich durchaus nennenswerte regionale Unterschiede: Die meisten niedergelassenen Radiologie-Praxen befinden sich – nachvollziehbarerweise – im bevölkerungsreichsten Bundesland: in Nordrhein-Westfalen (mehr als 1.000 Praxen). Im größten Flächen-Bundesland Bayern sind es gerade mal 700 und im kleinsten Bundesland jenseits der Stadtstaaten – dem Saarland – stehen den Patientinnen und Patienten aktuell 58 niedergelassene Radiologiepraxen zur Verfügung; zahlengleich mit der Hansestadt Bremen!
Quelle: Gesundheitsmarkt (2024)
Geräte und Untersuchungen
In Deutschland gibt es – Stand 2023 – insgesamt etwa 3.100 CT-Geräte und ungefähr 3.000 MRT-Geräte¹.
Laut OECD/Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung² und dem Bundesamt für Strahlenschutz³ finden hierzulande jährlich mittlerweile etwa 14 Millionen CT- Untersuchungen und bis zu 13 Millionen Untersuchungen per Magnetresonanztherapie (MRT) statt.
Quellen:
1 Statista (2023)
2 OECD (2023)
3 Bundesamt für Strahlenschutz (2023)
Strahlenexposition
Zur Strahlenexposition schreibt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) im Jahr 2025: Im Jahr 2023 gab es insgesamt etwa 125 Millionen röntgenologische Untersuchungen (inklusive Zahnmedizin); 80 Prozent davon im ambulanten Bereich. Im Jahr 2023 belief sich die röntgenologische Strahlenexposition auf etwa 1,5 Millisievert (mSv) pro Einwohner:in, wobei die Strahlenbelastung durch CT-Untersuchungen dabei einerseits zugenommen hat, andererseits aber wegen der immer geringer werdenden Strahlenbelastung durch moderne CT-Geräte pro Untersuchung abnimmt.
Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz (2025)
Häufige Fragen und Antworten
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