Berufsbilder in der Radiologie
Radiologie ist Teamarbeit: Lernen Sie die wichtigsten Berufsbilder kennen und erfahren Sie mehr über Ausbildung, Aufgaben und berufliche Möglichkeiten.
Was sind Radiolog:innen?
Fachärzt:innen für Radiologie sind Mediziner:innen, die nach dem Studium der Humanmedizin eine fünf- bis siebenjährige Facharztweiterbildung in einem Krankenhaus oder einem radiologischen oder nuklearmedizinischen Institut absolviert und sich in diagnostischer und therapeutischer Radiologie weitergebildet haben. Die Weiterbildungsordnung (WBO) für Radiologie ist Ländersache und fällt damit in den Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Ärztekammern, sie orientiert sich jedoch an der Muster-Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer.
Eine Ausbildung – verschiedene Wege und Ziele
Nach bestandener Facharztprüfung können sich Radiologinnen und Radiologen je nach Interesse auf bestimmte Teilgebiete der Radiologie konzentrieren; insbesondere auf die Schwerpunkte Kinderradiologie und Neuroradiologie. Dabei haben sie die Wahl zwischen verschiedenen Berufswegen und -feldern:
- Tätigkeit im Krankenhaus
- Tätigkeit in einer niedergelassenen radiologischen Praxis
- Universitätslaufbahn (Dozentin/Dozent)
- Tätigkeit im Bereich der Forschung oder bei Behörden (z.B. Gesundheitsämter)
Die mit Abstand meisten der insgesamt mehr als 10.000 hierzulande tätigen Radiologinnen und Radiologen arbeiten in Kliniken (Stand Ende 2024: 4.854) oder niedergelassenen Praxen (Stand Ende 2024: 4.681).
Was macht ein/e MTR?
Die Abkürzung MTR steht für „Medizinische/r Technologin/Technologe für Radiologie“, bis 2022 auch als MTRA (Medizinisch-technische/r Radiologieassistent:in) bezeichnet. Der Beruf der/des MTR ist so vielfältig wie die Radiologie selbst. Nach einer dreijährigen Ausbildung in Theorie und Praxis und erfolgreichem Bestehen der staatlichen Abschlussprüfung arbeiten MTR hauptsächlich in den Bereichen diagnostische Radiologie, Nuklearmedizin oder Strahlentherapie.
Theoretische Ausbildung
Die Theorie-Ausbildung enthält vier große Fachgebiete:
- Diagnostische Radiologie
- Strahlentherapie
- Nuklearmedizin
- Dosimetrie und Strahlenschutz
Darüber hinaus enthält der Unterricht die Fächer Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Statistik, EDV und Dokumentation, Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre, Fachenglisch, Psychologie, Radiochemie und Immunologie.
Praktische Ausbildung
Neben der theoretischen Ausbildung wird großer Wert auf die praktische Ausbildung in einer radiologischen Praxis oder einer radiologischen Krankenhausabteilung gelegt; häufig zusätzlich kombiniert mit einem meist sechswöchigen Praktikum auf einer Krankenstation. Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung. Danach steht der/dem MTR ein interessantes Betätigungsfeld an der Schnittstelle von High-Tech und direktem zwischenmenschlichem Kontakt offen. Ausgebildete/r MTR arbeiten hauptsächlich in der diagnostischen Radiologie, Nuklearmedizin oder Strahlentherapie. Hier sorgen sie für die Vorbereitung der Patient:innen, die exakte Lagerung bei der Untersuchung und die gute Qualität der entstehenden Bilder. Außerdem fallen vielfältige administrative Aufgaben in den Aufgabenbereich einer/eines MTR.
Häufige Fragen und Antworten
In den letzten Jahren wurden uns über dieses Portal viele interessante Fragen gestellt. In unseren FAQ finden Sie die häufigsten Fragen und die Antworten unserer radiologischen Expertinnen und Experten.
