Den ganzen Körper im Blick

Allgemeine Gesundheitsprävention per Ganzkörper-MRT

Seit Anfang der 2000er-Jahre haben sich in der Präventionsmedizin strahlenfreie Untersuchungen per Ganzkörper-MRT etabliert. Sie ermöglichen eine umfassende Untersuchung zahlreicher Organe und Gewebe ohne Röntgenstrahlung und können unter anderem Veränderungen an Organen, Gefäßen, Knochen oder Weichteilen erkennen.

Für wen ist die Untersuchung sinnvoll?

Zielgruppe

Die Untersuchung richtet sich vor allem an Menschen der rechts aufgeführten Kategorien.

Die Ganzkörper-MRT ist in der Regel eine reine Selbstzahlerleistung, da sie in den meisten Fällen der persönlichen Gesundheitsvorsorge dient. Private Kassen übernehmen üblicherweise bei einer begründeten medizinischen Notwendigkeit oder bezuschussen individuell – das hängt vom Vertrag ab. Gesetzliche Krankenkassen tragen die Kosten dafür nur in wenigen begründeten medizinischen Ausnahmefällen. Nachfragen lohnt!

 

Familiäre Belastung für bestimmte Erkrankungen

Sind mehrere nahe Verwandte an Brustkrebs erkrankt, kann eine ergänzende MRT-Untersuchung empfohlen werden. 

Erhöhtes Gesundheitsbewusstsein

Nach einer Brustkrebserkrankung kann die MRT in bestimmten Fällen zur Kontrolle und Früherkennung weiterer Veränderungen eingesetzt werden. 

Mehrere Risikofaktoren vorhanden

Bei sehr dichtem Brustgewebe kann die MRT in bestimmten Fällen zusätzliche Informationen liefern, wenn andere Verfahren an ihre Grenzen stoßen. 

Kurzbeschreibung der Untersuchung

Innerhalb von etwa 60 bis 90 Minuten fertigt der Magnetresonanztomograph einen Ganzkörper-Scan an. Bei einem rein präventiven Check-up per MRT ohne konkreten Krankheitsverdacht benötigen Sie normalerweise kein Kontrastmittel; für die detaillierte Beurteilung von Blutgefäßen in der Regel schon. 

Vorbereitung auf die Untersuchung 

Je nach Untersuchungsumfang sollten Sie vor der Untersuchung einige Stunden nüchtern bleiben. Vor der Untersuchung bespricht das radiologische Team mit Ihnen die Details und mögliche MRT-Kontraindikationen. 

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Aussagekraft der Untersuchung

Anwendbarkeit und Grenzen der Untersuchung

Eine Magnetresonanztomographie kann zahlreiche körperliche Veränderungen frühzeitig entdecken. Gleichzeitig kommt es aber dabei durchaus auch häufiger zu sogenannten Zufallsbefunden, deren weitere Abklärung nicht immer notwendig ist und die möglicherweise dennoch zu weiteren Untersuchungen führen.

Für alle, die in ihre Gesundheit investieren möchten, um eine Art „gesundheitliche Bestandsaufnahme“ zu erhalten und um danach gegebenenfalls ihren Lebensstil anzupassen, kann solch eine Untersuchung durchaus den Anstoß für ein gesundheitsbewussteres und damit womöglich längeres Leben liefern.
 

Was spricht für eine allgemeine Gesundheitsprävention per Ganzkörper-MRT? 

Verschiedene internationale Studien zeigen, dass die Ganzkörper-MRT bei ausgewählten Risikogruppen klinisch relevante Befunde entdecken kann¹ ². Für die allgemeine Bevölkerung fehlt jedoch bislang ein eindeutig nachgewiesener Nutzen im Sinne einer verlängerten Lebenserwartung.

Weiterführende Informationen/ Links 

Radiologische Prävention im Zeitalter von Longevity und KI (Abruf: 22.09.2026)

Quellen:

1  MDPI Healthcare (Abruf 20.07.2026)

2  nature communications (Abruf 20.07.2026)

Wissenswertes auf einen Blick

Häufige Fragen und Antworten

In den letzten Jahren wurden uns über dieses Portal viele interessante Fragen gestellt. In unseren FAQ finden Sie die häufigsten Fragen und die Antworten unserer radiologischen Expertinnen und Experten.